Segeltörn mit der Bavaria 46 Cr "SUN CLOUD" in 2010
Segeln in der Adria in Slowenischen und Kroatischen Küstengewässern vom 28.8.2010 bis zum 11.9.2010 (2 Wochen)
Proschwitzer Str.5e, 87600 Kaufbeuren
Die Crew
Gerd Korzer Skipper
Volker Ruckelshausen Co-Skipper
Reiner Knobloch Crew
Nicol Strasilla Crew
Ingrid Weber Crew
Silvia Ruckelshausen Crew
Elke Korzer Crew
Jasmin Ruckelshausen Crew
Folgende Versicherungen wurden vor Reisebeginn abgeschlossen
Skipper-Haftpflicht
Reiserücktrittskosten
Charterkaution
Skipper-Insassenunfall
Wichtige Rufnummern
Seerettungsleitstelle Rijeka 9155 (24 Std. besetzt)
Polizei 00385/92 od.112
Deutsche Botschaft Zagreb 01519200
Die meisten Marinas VHF CH17
Der Reiseverlauf
1.Tag Sa.28.8.10 Izola Anreise
2.Tag So.29.8.10 Izolar - Vrsar 34 Sm
3.Tag Mo.30.8.10 Vrsar
4.Tag Di.31.8.10 Vrsar - Soline-Bucht 29 Sm
5.Tag Mi.1.9.10 Soline-Bucht – Krivica-Bucht 36 Sm
6.Tag Do.2.9.10 Krivica-Bucht – Silba-Ost 23 Sm
7.Tag Fr.3.9.10 Silba-Ost – Zadar (Borik) 30 Sm
8.Tag Sa.4.9.10 Zadar (Borik)
9.Tag So.5.9.10 Zadar (Borik) – Olib 29 Sm
10.Tag Mo.6.9.10 Olib – Mali Losinj 24 Sm
11.Tag Di.7.9.10 Mali Losinj – Veruda 44 Sm
12.Tag Mi.8.9.10 Veruda – Rowinj 20 Sm
13.Tag Do.9.9.10 Rowinj – Umag 23 Sm
14.Tag Fr.10.9.10 Umag – Izola 15 Sm
15.Tag Sa.11.9.10 Izola Abreise
Summe Seemeilen laut Logbuch 307 Sm
Log - bzw. Tagebuch der Reise
1.Tag: Samstag, 28.8.2010
13.15: Ankunft an Bord in Izola (Slowenien), Fahrzeit 14 Stunden.
Wir fuhren mit zwei Autos: Reiner mit Ingrid, Elke und Gerd
Volker mit Silvia, Nicol und Jasmin
14.30: Boot wird besetzt. Übergabe durch Mario Stecher.
Wir gehen Einkaufen in den nahe gelegenden Supermarkt.
16.15-17.45 Sicherheitsunterweisung.
Die Bora setzt ein, Starkwind, Regen, Gewitter.
Wetter-SMS für 18.00 Uhr: NE3, Böen 4 Bft, Wellen 0.2 m, Regen, 22°C
24.00.Uhr: NE5, Böen 8 Bft, Wellen 0,9 m, Gewitter, 17°C,1012,4 hPa
Wir essen in der Altstadt Izola (Knoblauchorgie).
Izola ist ein altes Fischerstädtchen mit einer modernen Marina.
Hier ist Ein- und Ausklarieren möglich.
2.Tag: Sonntag, 29.8.2010
Luftdruck 0800: 1002 hPa
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: NE3, Böen 3 Bft, Wellen 0,3m, wolkenlos, 21°C, 1014 hPa
18.00 Uhr: NE2, Böen 3 Bft, Wellen 0,2m, wolkenlos, 19°C
Wegpunktnavigation.
08.50: Mit Motor abgelegt.
09.00-09.20: In Polizeistation Izola ausklariert.
09.30: Segel gesetzt (Genua u. Groß).
10.00: 1002 hPa, NE2-3, c1/8, See 1
10.45: Mitte Bucht Portoroz: EU-Aussengrenze passiert:
Flaggentausch: SLO runter, KRO hoch.
11.50: Motor an, Segel geborgen.
12.15: In Umag an Zollpier festgemacht: Einklariert bei Polizei u. Hafenbehörde.
12.40: Mit Motor abgelegt.
13.10: Segel gesetzt (Genua u. Groß).
14.00: 1001 hPa, S3, c1/8, See 1-2
16.00: 1001 hPa, NW2-3, c2/8, See 1-2
17.40: Platzanfrage in Marina Vrsar auf VHF CH17. Motor an, Segel geborgen.
17.45: In Marina Vrsar mit Motor festgemacht.
Abendessen an Bord.
Gemeinsamer Stadtbummel in Vrsar.
Vrsar (1.500 Einw.) ist ein Fischerdorf und beliebter Urlaubsort.
Häufig laute Musik im Sommer durch eine Disco bis nach Mitternacht.
Wunderbare Aussicht von der Anhöhe in der Altstadt.
3.Tag: Montag, 30.8.2010
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: SE1, Böen 1 Bft, Wellen 0,3m, Regen, 18°C, 1006.8 hPa
18.00 Uhr: NE4, Böen 5 Bft, Wellen 0,4m, Regen, 14°C
Wetterbericht Split: Wetterwarnung NE-Böen,45-65 kn (9-12 Bft)
D.h. wir bleiben im Hafen!
Vormittags Altstadtbummel.
13.30: Das Unwetter setzt ein: Gewitter, Starkwind 35 kn im Hafen (8 Bft)
Offenes Meer: Orkanstärke (12 Bft)
Wir essen in der Altstadt und warten auf Volkers Geburtstag.
22.00: Uhr 998 hPa
24.00: Uhr Wir stoßen auf Volkers 50.Geburtstag an.
4.Tag: Dienstag, 31.8.2010
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: NW3, Böen 4 Bft, Wellen 0,2m, wolkenlos, 21°C, 1011,6 hPa
18.00 Uhr: N3, Böen 4 Bft, Wellen 0,3m, wolkenlos, 17°C
Wegpunktnavigation.
08.30: Mit Motor abgelegt.
Wir frühstücken auf See.
Die Frauen motzen: Das Geschirr rutscht von der Back.
09.00: 999 hPa, NE2, See 1-2, c1/8
10.45: Spi-Baum und Bullenstander gesetzt.
12.00: 999 hPa, NW2-3, See 1-2, C1/8
12.20: Spi-Baum und Bullenstander eingeholt
14.10: Motor an, Segel geborgen.
14.45: In Soline-Bucht bei Veruda geankert: Wassertiefe: 7,20 m
Kettenlänge: 20 m
Ankerposition: 44° 49,7’ N
013° 51,4’ E
Wir gehen schwimmen.
Logge ausgebaut und gereinigt: Sie zeigte nur den halben Wert an.
20.00: Topplicht (Ankerlicht) gesetzt.
Die Soline-Bucht bei Veruda ist eine viel besuchte Ankerbucht, die bei Gewitter und Bora
gefährlich werden kann. Die zweite Hälfte der Bucht ist gebührenpflichtig, da sie einem
Verein gehört.
5.Tag: Mittwoch, 1.9.2010
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: W2, Böen 2 Bft, Wellen 0m, wolkenlos, 22°C, 1015.1 hPa
18.00 Uhr: E0, Böen 1 Bft, Wellen 0,1m, wolkenlos, 17°C
Gaskartusche getauscht.
06.30: Topplicht (Ankerlicht) aus.
07.00: Anker gelichtet. Fahrt mit Motor.
Wegpunktnavigation.
08.30: Segel gesetzt (Genua und Groß).
Batteriespannung: 12,9 V / 12,8 V, d.h. die Batterien sind voll.
09.00: 1001 hPa, N1, See 0-1, c1/8
09.10: Segel zusätzlich zu Motor gesetzt.
09.50: Genua geborgen.
10.30: Genua gesetzt, Motor aus. Der Wind setzt ein: 3 Bft
Wir brettern mit maximal 8,1 kn über den Kvarner! (Nur Schummi ist schneller).
12.00: 1002 hPa, E2-3, See 1, c4/8
13.10: Motor an (Segel bleiben).
13.30: Segel geborgen (Wir wollen schnell in die Krivica-Bucht).
15.50: In Krivica-Bucht mit Anker und zwei Landfesten festgemacht.
Wassertiefe: 4,3m Ankerposition: 44° 30,03’N
Kettenlänge: 15m 014° 29,97’E
Michael und Sabine aus Österreich, die wir vor einem Jahr getroffen
haben, waren schon vor Ort und haben uns einen Liegeplatz freigehalten.
Es gab ein freudiges Wiedersehen.
Gemeinsames Anlegerbier.
Baden ist angesagt.
20.00: Topplicht (Ankerlicht) gesetzt.
Michael und Sabine kommen auf unser Boot und wir genießen gemeinsam
den lauen Abend bis nach Mitternacht.
Die Krivica-Bucht ist eine romantische und viel besuchte Ankerbucht von Wald umgeben.
Landfeste sind erforderlich. Bei starkem SW- Yugo u. Gewitter kein ausreichender Schutz!
6.Tag: Donnerstag, 2.9.2010
08.00: Topplicht (Ankerlicht) aus
08.00: 1004 hPa
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: S3, Böen 4 Bft, Wellen 0,1m, wolkenlos, 22°C, 1016,8 hPa
18.00 Uhr: SE2, Böen 3 Bft, Wellen 0,3m, wolkenlos, 19°C
09.20: Verabschiedung von Michael und Sabine. Wir sehen uns bestimmt wieder.
Landfeste ein. Motor an, Anker gelichtet.
Wegpunktnavigation.
09.45: Segel gesetzt (Genua und Groß).
10.00: 1004 hPa, SE3, See 2, c0/8 (blauer Himmel).
12.00: 1004 hPa, SE3, See 2, c1/8
14.00: 1004 hPa, S2-3, See 1, c1/8
14.30: Motor an, Segel geborgen. Seegebiet vor Silba: Übungen unter Motor:
Aufstoppen, Vor- u. Rückwärtsfahrt, Kreisfahrt, kleinster Wendekreis.
15.15: Im Hafen Silba–Ost festgemacht.
Wir gehen baden.
Wasserübernahme.
Kein Stromanschluss: die Leitung ist zu kurz!
Wir gehen gemeinsam in den Ort und essen in einem Lokal in Hafennähe.
Silba (600 Einw.) hat zwei Häfen (Ost und West). Der Segelhafen ist Silba-Ost.
Bei Bora starker Schwell. Die Muringleinen verlaufen sehr flach. Gefahr für Schraube
und Ruder! Zum Teil nur mit dem Bug voraus anlegbar. Silba ist eine verträumte Insel
ohne Autoverkehr. Viele Häuser stehen leer. Viele Ruinen. Sehr romantisch.
7.Tag: Freitag, 3.9.2010
Drei Nächte kein Landanschluss und die Batterien sind immer noch voll.
Wir hatten nachts Nuckelfische unter dem Boot. Die ganze Nacht war ein deutlich
wahrnehmbares Nuckeln und Saugen unter dem Boot zu hören.
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: SE3, Böen 3 Bft, Wellen 0,3m, Regen, 22°C, 1016,6 hPa
18.00 Uhr: E2, Böen 3 Bft, Wellen 0,3m, bewölkt, 20°C
07.30: Mit Motor abgelegt.
Wegpunktnavigation.
Der Wind kommt genau von vorn aus SE. Ein Alptraum für jeden Segler.
Wir frühstücken auf See.
08.00: 1004 hPa, E3, See2, c1/8, diesig.
09.05: Segel gesetzt (Genua und Groß). Wir kreuzen. Streckbug.
09.05: Wegepunkt WP1 erreicht: 44° 18,8’N / 014° 50,0’E
10.31: Wende (Holebug).
10.40: 1005 hPa, E2, See 1-2, c1/8
11.05: Der Wind schläft ein. Motor an. Fock etwas gerefft. Kurs auf WP2 = 128°
12.02: Wegepunkt WP2 erreicht: 44° 13,3’N / 015° 00,0’E
12.08: Mehrere Delphine dicht an Bb-Seite.
12.35: Genua voll gesetzt, Motor aus.
13.00: 1004 hPa, S3, See 0-1, c1/8 mit Cirrostratus, diesig.
13.45: Motor an, Segel geborgen. Kein Wind.
14.28: Wegepunkt WP3 erreicht: 44° 07,8’N / 015° 10,0’ E
14.30: Platzanfrage Marina Borik bei Zadar auf VHF CH17
15.00: In Marina Borik (Zadar) festgemacht.
Der weiteste und südlichste Punkt unserer Reise ist erreicht.
Wir gehen baden.
Zadar ( 80.000 Einw.) ist eine lebhafte Industrie- und Hafenstadt. Sehenswerte Altstadt
mit historischen Gebäuden und modernen Geschäften auf einer Insel.
8.Tag: Samstag, 4.9.2010
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: W1, Böen 2 Bft, Wellen 0,2m, wolkenlos, 23°C, 1015,8 hPa
18.00 Uhr: N2, Böen 2 Bft, Wellen 0,2m, wolkenlos, 19°C
Ein Tag zur freien Verfügung in Zadar.
08.40: 1003 hPa: Ein schöner warmer Sommertag bei blauem Himmel erwartet uns in der
Altstadt von Zadar.
Wir fahren gemeinsam mit dem Bus in die Stadt und trennen uns.
18.00: Wir treffen uns am Haupttor an der Brücke und gehen in der Altstadt essen.
Volker lädt die gesamte Crew zum Geburtstagessen ein. Wir gratulieren noch einmal.
20.20: Wir fahren gemeinsam mit dem Bus zurück in die Marina Borik.
20.45: 1002 hPa
Um 18.30 bekommen wir keine Wetter-SMS. Wir beschweren uns per SMS.
9.Tag: Sonntag, 5.9.2010
Es geht wieder heimwärts.
07.00: 1003 hPa, NW1, See 0-1, c1/8, diesig.
07.00: Mit Motor abgelegt.
Wegpunktnavigation.
07.30: Unsere Wetter-SMS vom Vorabend mit Entschuldigung ist angekommen.
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: E2, Böen 3 Bft, Wellen 0,1m, bewölkt, 22°C, 1017,7 hPa
18.00 Uhr: NE2, Böen 3 Bft, Wellen 0,1m, bewölkt, 20°C
09.00: 1003 hPa, NE3, See 1-2, c3/8, diesig.
09.15: Segel gesetzt (Genua und Groß), Motor aus.
09.50: Der Wind schläft ein. Motor an (zus.Segel).
10.15: Beide Segel geborgen.
11.20: Der Wind frischt auf. 1003 hPa, NE3, See 2-3, c4/8, diesig.
11.20: Segel gesetzt (Genua u.Groß), Motor aus.
Wir erreichen Spitzengeschwindigkeiten von Vmax = 8,5 kn !
13.02: An Anlegemole Olib (Nordseite) mit zwei Murings festgemacht.
14.15: Wir verholen auf die Südseite der Mole. Hier sind wir wettergeschützt.
Ölkontrolle: okay
Olib (150 Einw.). Architektonische Gegensätze prägen die Insel. Mittelalterliche Ge-
bäude, oft Ruinen, stehen hier neben Neubauten, die meist nur im Sommer bewohnt
sind. Die Insel macht einen einsamen, verlassenen und romantischen Eindruck.
Es gibt nur eine Festmachermole, an der auch täglich Fähren anlegen.
Wir erobern per Fuß die Insel.
Abendessen an Bord.
10.Tag: Montag, 6.9.2010
Nachts Regen und entfernte Gewitter. Kaum Wind.
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: E2, Böen 3 Bft, Wellen 0,2m, wolkenlos, 20°C, 1015,8 hPa
18.00 Uhr: NE2, Böen 3 Bft, Wellen 0,1m, wolkenlos, 18°C
07.30: Mit Motor abgelegt.
Wegpunktnavigation.
08.00: 1003 hPa, E3, See 1, c8/8 bedeckt, diesig, ganz leichter Regen.
08.40: Genua gesetzt, Motor aus.
10.18: Groß zusätzlich gesetzt.
10.18: 1003 hPa, N3, See 2, c8/8 bedeckt.
10.45: Unwetter setzt ein. Motor an, Genua geborgen, Groß gerefft. Wind N4, Böen 5 Bft.
11.00: Gewitter setzt ein. Groß geborgen. Wind 28 kn (7 Bft)
Mit Motor unter Land, parallel zur Küste, mit langsamer Fahrt Unwetter abgewettert.
12.00: Einfahrt nach Mali Losinj erreicht. Das Gewitter ist vorbei. Gutes Timing.
12.00: 1002 hPa, N4, See 3, c8/8 bedeckt, aber aufgehellt. Kein Gewitter mehr.
13.07: Im Stadthafen Mali Losinj, pitschnass wie die Pudel, festgemacht. Segeln ist schön.
Mali Losinj ist ein sehr lebhafter Ferienort. Der Stadthafen ist im Sommer oft überfüllt.
Es gibt zahlreiche Restaurants und Cafe’s am Hafen.
Wir essen gemeinsam in der Altstadt.
11.Tag: Dienstag, 7.9.2010
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: S4, Böen 5 Bft, Wellen 0.5m, bewölkt, 22°C, 1013,2 hPa
18.00 Uhr: SE4, Böen 5 Bft, Wellen 0,7m, bewölkt, 21°C
07.00: Mit Motor abgelegt.
Wir brauchen noch nicht tanken. Der Tank ist ¾ voll.
Heute geht es über den Kvarner.
Wegpunktnavigation.
08.30: Segel gesetzt (Genua und Groß). Motor aus.
08.30: 1001 hPa, E3, See 1-2, c6/8
11.00: 1001 hPa, SW4, See 3, starke Dünung, c6/8
Wir holen das blaue Band: Schnellste Kvarner-Überquerung! Ohne Motorunterstützung.
Wir segel mit Vmax= 8,8 kn über den Kvarner, Wind max. 20 kn (7Bft).
13.05: Groß geborgen.
13.15: Delphine ziemlich dicht achteraus.
14.00: Motor an. Genua geborgen.
Das Wetter ist unbeständig. Wir gehen nicht in die Soline-Bucht, sondern in die Marina
Veruda.
14.30: In Marina Veruda festgemacht.
Wir essen an Bord.
12.Tag: Mittwoch, 8.9.2010
Rain, rain nothing but rain. Der Yugo weht. Aber die Zeit sitzt uns im Nacken.
08.00: 995 hPa.
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: SE4, Böen 7 Bft, Wellen 1m, Regen, 23°C, 1007,8 hPa
18.00 Uhr: S3, Böen 4 Bft, Wellen 1m, Regen, 21°C
08.45: Mit Motor abgelegt.
Wegpunktnavigation.
08.55: An Tankstelle angelegt: 53,7 l Diesel getankt.
09.10: Von Tankstelle mit Motor abgelegt.
09.25: Genua gerefft gesetzt. Motor aus.
09.30: 994 hPa, SE4, See 3 Dünung, c6/8. Wellenhöhe 1-1,50m. Das Boot geigt.
12.00: 994 hPa, SE4, See 3 Dünung, c7/8
13.10: Motor an. Genua geborgen.
13.50: In ACI-Marina Rovinj festgemacht.
14.00: Schwerer Regen und Gewitter. Wir haben es gerade so geschafft.
Wir sehen eine Windhose. Der Rüssel streckt sich aus den Wolken gefährlich der Erde
entgegen. Dann kommt eine Wasserhose, ein Wasserwirbel, der große Mengen Wasser
vom Meer nach oben zieht, direkt auf uns zu. Aber in den Bäumen auf einer vorgelagerten
Insel läuft er sich tot. Wir liegen im sicheren Hafen und sind froh.
18.30: Wir bekommen das zweite Mal keine Wetter-SMS. Es gibt eine geharnischte
Beschwerde.
Abends essen wir gemeinsam in der Altstadt von Rovinj.
Rovinj (12.000 Einw.) ist ein sehr malerisches altes Hafenstädtchen mit einer
besuchenswerten Altstadt. Auch die Aussicht vom Kirchturm lohnt. Schöner Waldpark SW-
lich der Marina. Wir erobern auf eigener Faust die verwinkelten Gassen der Altstadt.
13.Tag: Donnerstag, 9.9.2010
03.00: Gewitter im Anmarsch. 994 hPa, SW4, Böen 22kn (6 Bft).
Das Boot liegt sehr unruhig. Die Crew steht auf. Der Himmel ist sternenklar.
04.20: Der Wind nimmt zu. Das Boot schwenkt stark nach Backbord.
Wir halten mit Motor dagegen und setzen eine dritte Muring an Stb-Seite und erhalten so
einen besseren Zugwinkel. Im Hafen steht ein starker Schwell, die Boote krängen stark
und zerren an ihren Festmacherleinen.
Wir organisieren eine Nachtwache. An Schlaf ist sowieso nicht zu denken.
05.30: Der Wind lässt nach, etwa 10 kn. Aber starker Schwell. Der Hafen ist vollkommen
ungeschützt.
Wir bekommen unsere Wetter-SMS, auch die vom Vorabend. Die Schuld soll beim
Provider liegen. Naja...
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: S2, Böen 2 Bft, Wellen 0,6m, leicht bewölkt, 22°C, 1013,8 hPa
18.00 Uhr: NE2, Böen 3 Bft, Wellen 0,3m, leicht bewölkt, 19°C
08.00: 997 hPa
08.15: Mit Motor abgelegt.
Wegpunktnavigation.
09.00: 998 hPa, W2, See 1, aber Dünung, c2/8, sehr klare Sicht.
09.45: Segel gesetzt (Genua und Groß). Motor aus.
10.40: Motor an. Groß ein.
11.00: 999 hPa, W3, See 2, Dünung lässt nach, c1/8, gute Fernsicht.
12.00: 998 hPa, SW2-3, See 1, keine Dünung mehr, c3/8, gute Fernsicht.
12.50: In ACI-Marina Umag festgemacht.
Umag (7.000 Einw.) ist ein lebhafter Urlaubsort mit großen Ferienanlagen in der
Umgebung. Von der ACI-Marina und dem Stadtzentrum verkehrt im Sommer eine kleine
Touristenbahn. Ganzjähriger Grenzhafen. Im Sommer kann man in der Marina ein- und
ausklarieren.
14.Tag: Freitag, 10.9.2010
Unser letzter Tag auf See.
Wetter-SMS für 12.00 Uhr: NE4, Böen 6 Bft, Wellen 0,7m, Gewitter, 16°C, 1015,9 hPa
18.00 Uhr: NE5, Böen 7 Bft, Wellen 0,8m, Gewitter, 17°C,
07.20: An Polizeistation ausklariert. Obwohl erst ab 08.00 Uhr offiziell geöffnet.
07.30: Mit Motor in ACI-Marina Umag abgelegt.
08.00: Uhr 1002 hPa, NE5, See 3, c7/8
08.15: Der Wind frischt auf. Hohe Dünung. Wind 30kn (7Bft).
Das Boot schlägt, rollt und stampft. Wir kämpfen gegen Dünung, Wellen und Wind.
09.15: Wir passieren die EU-Aussengrenze und kommen nach Slowenien.
Wir verzichten bei diesem Wetter auf den Flaggentausch.
10.00: 1005 hPa, NE4, See 4, starke Dünung. Wir gegenan!
Wir verzichten auch auf das Einklarieren an der Polizeistation Izola. Sie liegt ungeschützt
vor der Einfahrt zur Marina.
10.20: In Marina Izola auf STECHER-Liegeplatz SUN CLOUD festgemacht.
10.35: Flaggentausch: KRO runter, SLO hoch.
16.00: Wir gehen mit den Schiffspapieren und den Ausweisen (ohne Boot) zur
Polizeistation Izola zum Ausklarieren. Es hat geklappt. Wir wurden aber von zwei jungen
Polizisten höflich ermahnt, das nächste Mal mit dem Boot vor der Polizeistation anzulegen.
Herzlichen Glückwunsch an die Polizei in Izola. Sie gehören ja auch zur EU.
Abschlussessen in der Altstadt von Izola.
15.Tag: Samstag, 11.9.2010
Wir stehen um 06.00 Uhr auf, frühstücken, und räumen das Boot.
Schiffsübergabe an Mario Stecher (mit Abtauchen).
Keine Beanstandungen. Der Sicherungsschein (Kaution 1.000 Euro) wurde zurückgegeben.
08.30: Antritt der Heimreise.
Wetzlar, den 12.9.2010
Gerd Korzer