Inselregatta der Lasersegler 2011
Segelclub Gießen bietet Plattform für Umsteiger
Jedes Jahr Mitte August veranstaltet der Segelclub Gießen seine Laser Ranglistenregatta. Dieser Bootstyp wird mit 3 unterschiedlichen Segeln gesegelt. Das kleinste mit 4,7 m² ist für Jugendliche, die gerade dem Jüngstenboot Optimist entwachsen sind. Im etwas größeren Radial mit 5,7m² werden Jugendmeisterschaften ausgetragen und für Damen ist diese Klasse auch olympisch. Mit dem größten, dem Standard Rigg wird der Laser für Herren olympisch und hat auch die ursprüngliche Besegelung.
Da im Binnenland meist weniger Wind herrscht als an der See haben einige junge Segler, die schon an Welt- und Europameisterschaften teilgenommen haben und zum Teil dem Sailingteam Germany ( der Nationalmannschaft der Segler) angehörten, die Gelegenheit genutzt, um beim Segelclub Gießen einmal das nächst größere Segel auszuprobieren. So kamen im Laser Radial 18 Segler und im Standard 15 Segler an den Start. Nachdem der erste Start am Samstag von 14 Uhr auf 15 Uhr verschoben werden musste, da der Wind nicht stark genug blies, schickte Wettfahrtleiter Manfred Gießmann die Segler in zwei Gruppen auf den Olympischen Dreieckskurs. Dabei mussten sich die Segler, die von Berlin bis Freiburg angereist waren, erst einmal mit den Windverhältnissen rund um die Inseln auf dem Dutenhofener See vertraut machen. Da wird schon manchem, der zu dicht an den Inseln vorbeifährt, die Leeabdeckung zum Verhängnis.
Bei schwachem Wind mit 4-5 kn aus Südost , benötigte Dennis Leukel vom Yachtclub Lister als Erster 57 Minuten um der Kurs abzusegeln. Dicht gefolgt von Ingo Ludewig und Eva Biro. Bei den Radial-Seglern konnte sich Felix Deckers aus Rastatt soweit absetzen, dass er sogar einige der 5 Minuten früher gestarteten Standards einholte, gefolgt von Eva Deichmann ( Bergstraße) und seinem Bruder Philipp Deckers.
Leider ließ der Wind nach dieser ersten Wettfahrt so stark nach, dass am Samstag keine weitere Wettfahrt gestartet werden konnte. Auch der Sonntag ließ die Segler am spiegelglatten Dutenhofender See auf Wind warten. Doch der wollte sich zwischen den Regenschauern nicht durchsetzen. So blieb es beim Ergebnis der ersten Wettfahrt. Die jungen Gießener Segler platzierten sich wie folgt: Jan Wörz 7, Karina Wörz 10, Kerstin Tölke 15, Lars Vosteen 16, Erik Kubaczka und Marie-Louise Wießner punktgleich auf Platz 17.
Bester Gießener im Standard wurde Michael Theilen auf Platz 6.
Auch wenn wegen des Wetters nur eine von 4 möglichen Wettfahrten ausgesegelt werden konnte, hatten gerade die jungen Segler in ihrer neuen Klasse viel gelernt und auch den Nachwuchs des Segelclub Gießen motiviert und dem Regattasport näher gebracht.